


Im Laufe der 60er Jahre
wurde diese Landwirtschaft aufgegeben. Am Anfang dieses Jahrzehnts wurden
sechs Arbeiter beschäftigt. Die Administration, die Buchhaltung und die Auftragsbeschaffung
wurde zu dieser Zeit vom Betriebsinhaber und seiner Familie in den Abendstunden
und am Wochenende abgewickelt.
Die Söhne Max und Karl begannen 1963 bzw. 1964 im elterlichen Betrieb eine
Lehre als Hafner. Der allgemeine wirtschaftliche Aufschwung wurde zur Expansion
genutzt. So wurden in der zweiten Hälfte der 60er Jahre bereits über 15 Mitarbeiter
beschäftigt.
Im Mai 1959 wurde der
Grundstein für einen Wohnkeramikbetrieb gelegt. Der Gründer des Unternehmens,
Karl Seyrlehner, legte die Meisterprüfung als Hafner ab und errichtete
seinen Gewerbebetrieb in Behamberg. Er startete seinen Betrieb mit einem Gesellen
und einem Lehrling.
Das Hauptaufgabengebiet waren Fliesenlegerarbeiten, nur vereinzelt wurden
auf Bauernhöfen Kachelöfen aufgestellt. Karl Seyrlehner erlernte den Beruf
eines Maurers. Anschliessend absolvierte er eine Lehre als Hafner bei der
Firma Sommerhuber in Steyr. Zwischen Lehre und Betriebsgründung war er bei
seinem älteren Bruder Franz in Stadt Haag beschäftigt. Das Betriebsfahrzeug
war damals ein Puch 175. Eine Kleinlandwirtschaft wurde von seiner Gattin
betrieben.

